Zeulenroda Meeting 2018

Auf dem Weg zum diesjährigen Saisonhighlight, der Heim-Europameisterschaft in Berlin, nutzten viele Leichtathleten das 19. Zeulenroda Meeting für einen der ersten Normwettkämpfe. Am Start waren in den Hauptwettbewerben 100 Athleten aus zehn verschiedenen Ländern und von drei Kontinenten. Für große Begeisterung bei den Besuchern sorgten vor allem zwei Meetingrekorde.

Im Hochsprung hat Tobias Potye von der LG Stadtwerke München die Latte für die kommenden Veranstaltungen hochgesetzt. Mit 2,24 Metern übersprang er den vorherigen Meetingrekord des Japaners Takashi Eto um gleich drei Zentimeter und bewies erneut seine starke Form in dieser Saison.

Über die 100 Meter Hürden sorgte Ricarda Lobe von der MTG Mannheim für eine neue Rekordleistung beim Zeulenroda Meeting. In 12,98 Sekunden absolvierte sie den Hürdensprint eine Hundertstelsekunde schneller als Kirsten Bolm vor 13 Jahren. Damit blieb Ricarda Lobe auch das erste Mal in dieser Saison unter 13 Sekunden. In der Männerkonkurrenz entschied der Italiener Paolo Dal Molin das Rennen ganz knapp mit drei Hundertstel Vorsprung vor Erik Balnuweit (TV Wattenscheid) für sich.

Über die 100 Meter der Frauen setzte Lisa Marie Kwayie (Neuköllner SF) ein Achtungszeichen. Auf der schnellen Laufbahn in Zeulenroda stellte die aktuell Dritte der deutschen Bestenliste ihre persönliche Bestzeit von 11,29 Sekunden ein. Über 200 Meter siegte in 24,22 Sekunden Anna-Lena Freese vom FTSV Jahn Brinkum.

Doppelpack hieß es dagegen bei den Männern. Der gebürtige Hermsdorfer Robert Hering, der für den TV Wattenscheid startet, ließ sowohl über die 100 Meter (10,40s) als auch 200 Meter (20,99s) seiner Konkurrenz keine Chance und siegte auf beiden Sprintdistanzen.

Ein Wiedersehen gab es im 100 Meter Rennen mit dem Vorjahressieger des EWZ Nachwuchs-Cup Thomas Barthel vom SC Magdeburg. In seinem ersten Jahr bei den Männern zeigte er großes Potential und wurde mit nur einer Hundertstel Rückstand Zweiter.

Der zweimalige Deutsche Meister und 400m-Spezialist Johannes Trefz aus München hat seine Saisonziele festgesteckt. Doppelstart im Einzel und über 4×400 Meter. In Zeulenroda bewies er erneut seine Stellung im nationalen Vergleich und siegte in 46,88 Sekunden. Im Frauenwettbewerb lief die Österreicherin Susanne Walli über die Stadionrunde zu einer neuen österreichischen Jahresbestzeit in 53,83 Sekunden.

Im Diskuswurf der Frauen fiel für Julia Harting mit 60,42 Metern (SCC Berlin) erstmals in dieser Saison die EM-Normweite. Beim Sieg von Shanice Craft (MTG Mannheim) machten nur zehn Zentimeter den Unterschied im Klassement. Der Sieg bei den Männern ging an den Potsdamer Henning Prüfer mit 61,17 Metern.