Zeulenroda Meeting 2017

Als erstes Leichtathletik-Vollmeeting Deutschlands eröffnete das Zeulenroda Meeting in diesem Jahr die Saison. An Himmelfahrt sorgten gutes Wetter, begeisterte Zuschauer und nicht zuletzt hochklassige sportliche Leistungen für ein gelungenes Meeting im Waldstadion. Über 60 Athleten aus zehn Ländern und drei Kontinenten nutzten das Zeulenroda Meeting zum Saisonstart für einen ersten Leistungstest in Vorbereitung auf die bevorstehende Weltmeisterschaft in London.

Mit besonderer Spannung wurden die Sprintrennen auf der schnellen Laufbahn im Waldstadion erwartet. Über 100m kam es zum angekündigten Duell zwischen Gina Lückenkemper (LG Olympia Dortmund) und Rebekka Haase (LV 90 Erzgebirge). Mit einer Weltklassezeit von 11,04s im Vorlauf und 11,16s im Finale setzte sich die Dortmunderin durch und bescherte dem Waldstadion einen neuen Meetingrekord. Beide Topsprinterinnen unterboten die Norm für die WM deutlich und verzichteten in Hinblick auf die weiteren Wettkämpfe auf das Rennen über 200 Meter. Dafür setzten sich ihre Teamkolleginnen Nele Halliant (LV 90 Erzgebirge) und Klara Leusch (LG Olympia Dortmund) durch.

Auch die Sprintrennen der Männer waren stark besetzt und versprachen schnelle Zeiten. Aleixo Platini Menga (TSV Bayer 04 Leverkusen), der sowohl die 100 Meter (10,23s) als auch 200 Meter (20,50s) im Vorlauf und Finale dominierte, setzte sich mit seinen Siegerzeiten an die Spitze der deutschen Bestenliste.

Im Hürdensprint über 110 Meter trafen die Topathleten Alexander John (SC DHfK Leipzig) und Erik Balnuweit (TV Wattenscheid 01) aufeinander. Der gebürtige Zeulenrodaer Alexander John musste sein Rennen nach schlechtem Start allerdings frühzeitig beenden. Für Erik Balnuweit aus Gera lief es deutlich besser. Er setzte bereits im Vorlauf mit 13,57s eine neue Bestzeit und siegte auch im Finale vor Wan Sofian Rayzam Shah aus Malaysia und Julian Marquart (SV Halle).

Die zweimalige Deutsche Meisterin über 400 Meter, Ruth Sophia Spelmeyer (VfL Oldenburg), lief beim Zeulenroda Meeting, beflügelt durch die internationale Konkurrenz, zum neuen Meetingrekord. In 52,23s absolvierte sie die Stadionrunde und übernahm die Führung in der deutschen Bestenliste.

Im Rennen der Männer ging der Sieg über 400 Meter an den Afrikameister Nkobolo Onkabetse aus Botswana. Dahinter kamen der zweimalige Europameister Martyn Rooney aus Großbritannien und der Tscheche Patrik Sorm auf Platz zwei und drei.

Als Sprungdisziplin stand in diesem Jahr Hochsprung in den Hauptwettkämpfen im Programm. Den Wettbewerb der Frauen entschied die Tschechin Lada Pejchalová mit starken 1,83 Metern für sich. Damit stellte sie den Stadionrekord von Aileen Herrmann, der bereits seit 2002 besteht, ein. Bei den Männern verhinderte der Wind höhere Weiten und den Angriff auf den Meetingrekord. Den Sieg holte sich mit 2,16 Metern dennoch der favorisierte mehrmalige französische Meister Mickael Hanany.