Zeulenroda Meeting 2016

Das 17. Zeulenroda Meeting am 24. Juni 2016 wurde seinem Motto „Spitzensport in der Leichtathletik“ wieder mal mehr als gerecht.
 
Allen voran sorgte der Sprint der Männer über 100m für den Überraschungsmoment des Tages. In 10,03s sprintete der Deutsche Meister, Julian Reus, zum neuen Deutschen Rekord. Um 0,02s verbesserte er damit auf der neuen Laufbahn im Waldstadion Zeulenroda seine eigene Bestmarke von 2014. Über die 200m gelang Julian Reus mit 20,23s ebenfalls eine persönliche Bestzeit, die aufgrund des zu starken Rückenwindes jedoch leider nicht anerkannt werden konnte.
 
Ebenfalls der Konkurrenz davon lief Rebekka Haase vom LV 90 Erzgebirge über 100 Meter der Frauen. Bei der Deutschen Meisterschaft noch Dritte im nationalen Vergleich, reichte es im Waldstadion mit 11,35s zu Platz eins.
 
Mit großen Erwartungen wurde auch Diskus-Olympiasieger Robert Harting beim Zeulenroda Meeting empfangen. Nach 2-jähriger Verletzungspause meldete sich der Berliner in Kassel mit 68,04 Metern als Deutscher Meister auf Weltklasse-Niveau zurück. Im Waldstadion holte er sich vor den Augen seiner Familie mit 65,91 Metern den dritten Sieg innerhalb einer Woche.
 
Im Hürdensprint der Männer freuten sich die Zuschauer auf einen alten Bekannten. Alexander John, der seine Laufbahn beim TSV Zeulenroda begann, sentschied das Rennen in 13,51s klar für sich vor seinem Teamkollegen beim SC DHfK Leipig, Maximilian Bayer.
 
Im Frauenrennen über die 100m Hürden wusste Cindy Roleder, ebenfalls vom SC DHfK Leipzig, zu überzeugen. Im Vorlauf noch mit Reserven lief die Deutsche Meisterin im Finale zur Spitzenform auf und verwies die Siegerin des Vorlaufes Ricarda Lobe von der MTG Mannheim in 12,88s und neuem Stadionrekord auf den zweiten Platz.
 
Für einen weiteren Stadionrekord sorgte die Leipzigerin Astrid Hartenstein über 1.500 Meter. Mit der Bestzeit von 4:32,48 min verbesserte sie den Rekord von Julia Wahnig aus dem Jahr 2004 um über 11 Sekunden. Auf Zeitenjagd war auch Mittelstreckenläufer Sebastian Keiner vom LAC Erfurt Top Team. Er hatte sich fest vorgenommen im Waldstadion über 1.500 Meter die Olympia-Norm zu laufen. In 3:40,35 min lief der Erfurter zwar zum Sieg, verpasste die Norm jedoch knapp um etwa vier Sekunden.
 
Überraschend nah an die Olympia-Norm reichte es für Hammerwerferin Charlene Woitha. In Abwesenheit von Betty Heidler und Kathrin Klaas, gelang der Berlinerin gleich im ersten Versuch mit 70,98 Metern die Siegweite des Tages. Mit ihrer neuen persönlichen Bestleistung kratzte sie haarscharf an der Normweite für die Olympischen Spiele, die bei 71,00 Metern liegt.